Nürburgring
 
Motorsport

3. Lauf Castrol Haugg Cup 03. Juli 2004 Nordschleife

Nachfolgend unser Eindruck von dem für uns doch total verkorksten Wochenende. Es fing auch bei uns am Samstagmorgen mit einer großen Diskussion an bezüglich der Wahl der Reifen. Wir hatten doch sehr darauf gehofft, dass das Wetterbild eindeutig auf trocken deuten würde, denn mit unseren neuen Slicks und den am Donnerstag erst geweiteten Radhäusern stünde einer richtig guten Veranstaltung nix im Wege, wenn es doch nicht so ein Mischwetter gewesen wäre.

Da wir gedacht hatten, es würde noch stärker regnen, entschlossen wir uns auf Straßenreifen zu fahren, da ich leider bis jetzt noch keine vernünftigen Regenreifen für unser Auto gefunden hatte. Nun, der Ausgang ist ja mittlerweile bekannt, nämlich dass die Wahl der Reifen uns zum Verhängnis geworden ist.

Die ersten beiden Runden waren eigentlich vollkommen O.K., das etwas kühlere Klima kam den Doppelwebervergasern sehr zu Gute und der Motor rannte richtig klasse nach vorne. Die dritte Runde war dann das Aus für uns. Nachdem ich mit dem Fiesta noch an dem BMW von unseren Freunden von JP-Racing vorbeiziehen konnte, merkte ich dann beim Anbremsen bei Wehrseifen, ups, die Fahrbahn ist doch sehr rutschig. Tja, und in Breidscheid war es dann auch schon vorbei.

Ich steuerte mit blockierenden Vorderreifen geradeaus auf die Mauer zu, löste die Bremse, schlug die Räder komplett ein und hoffte beim Vollgasgeben, dass die Räder nochmals Grip bekommen würden. Dem war leider nicht so und ich entschloss mich, kurz die Handbremse anzuziehen, damit wir mit dem Heck nur so die Mauer touchieren würden, anstatt im spitzen Winkel frontal mit der Beifahrerseite in die Mauer zu knallen. Dies funktionierte soweit auch ganz gut, leider drehte sich das Heck etwas zu weit und wir standen nun quer zur Fahrbahn.

Ich wollte gerade wieder losfahren, da sah ich den gelben BMW ebenfalls mit blockierenden Reifen direkt auf meine Fahrertür zu fahren. In dem Moment war mir klar, dass ein Zusammenstoss unvermeidbar sein würde.

Ich denke mal, wir alle hatten noch viel Glück im Unglück. An dieser Stelle von uns aus noch einmal gute Besserung an Horst Gröninger, den es am schlimmsten von uns allen getroffen hat.

Für uns, AC-Motorsport, ist diese Saison gelaufen, da der Fiesta einen Totalschaden erlitten hat. Jetzt muss mein Wadenbeinbruch noch verheilen, die Finanzen durchkalkuliert und hoffentlich wieder ein passendes Fahrzeug gefunden werden. Dann sehen wir uns aktiv nächstes Jahr wieder. Bis dahin werden wir vom Streckenrand allen anderen Teilnehmern eine unfallfreie weitere Saison wünschen.