Nürburgring
 
Motorsport

2. Lauf Castrol Haugg Cup 10. Juni 2004 Nordschleife + GP-Strecke

Unser zweiter CHC Light Lauf fand im Rahmen des 24-Stunden Rennen 2004 am Donnerstag statt. Los ging es allerdings schon Mittwoch Abend. Von 16 bis 20 Uhr war die technische Abnahme an der neuen Touristenzufahrt Nordschleife. Die Fahrzeuge, die am traditionellen Mittwochabendcorso teilnahmen, wurden bevorzugt an der TA behandelt, da der Corso um 18 Uhr starten sollte. Wie sich später herausstellte, war es gar nicht so tragisch, dass ich mit dem Fiesta zu spät für die Corsoteilnahme ankam, da ich im Stau stand. Einige Teilnehmer hatten daraufhin nämlich eine etwas längere Nacht, da einige Kupplungen bei dem Stop-and-Go Fahren abgeraucht waren.

Apropos Stau…auf der Hinfahrt hatte ich bereits das erste Aha-Erlebnis. Es war am Mittwoch relativ schwül und mit über 30°C auch ziemlich warm. Da wir unter normalen Umständen schon ab und an thermische Probleme mit dem Motor hatten, fand ich das Gestehe im Stau gar nicht so witzig. Dank dem neu eingebauten Ölkühler blieb die Öltemperatur konstant knapp unter 100°C, doch die Wassertemperatur stieg stetig an. Die Nadel erreichte schon fast die 110°C Grenze. Und was macht der Lüfter? Gar nichts. Mir wurde es auch immer wärmer im Auto …. Plötzlich machte die Nadel einen Satz von 110 auf 120°C und man hörte den Lüfter anspringen. Ich wartete irgendwie auf die ersten weißen Dampfwolken aus dem Motorraum, aber es kam nix. Mittlerweile löste sich der Stau langsam auf und die Fahrt ging zügig weiter. Auch der Fahrtwind machte sich bemerkbar und die Wassertemperatur ging auf 95°C zurück. Oki, sagte ich mir, beim nächsten Mal weiß ich ja nun, was in Sachen Temperaturen alles geht. Beruhigend!

Die technische Abnahme war insoweit kein Problem. Nun wartete ich auf meinem Vater, der mich am Ring wieder abholen sollte, da unser Rennfiesta über Nacht auf dem abgeschlossenen Parkplatz an der Tourieinfahrt stehenbleiben sollte.

Donnerstag, 7 Uhr morgens. Das Wetter war uns CHC-Teilnehmern gut besonnen, so dass wir auf unsere neuen Slicks wechseln konnten. Darauf waren wir sowieso gespannt, mit neuen Slicks und Felgen das erste Mal auf der Nordschleife. Unsere Vorfreude sollte allerdings bald gedämpft werden.


Doch kurz bevor es um 8:30 Uhr los ging, verpasste uns Mike, den wir zufällig in der Startaufstellung getroffen hatten, noch die lang ersehnten „N“s auf die Motorhaube. Es starteten 160 Fahrzeuge, u.a. einige 24h-Teilnehmer, wie z.B. das Alzen Alien, der Mutsch V8 Star oder der sport auto Honda NSX aus der japanischen GT Meisterschaft, um noch einen letzten Test zu absolvieren.

Unsere Sollzeitrunde haben wir diesmal nur knapp verfehlt und es ging in die zweite Runde. Dort hatten wir unser zweites Aha-Erlebnis. Ausgang Fuchsröhre wollte ich den roten Fiat 128 überholen und unterschätzte doch die Geschwindigkeit etwas. Durch ein aggressives, quer mit quietschenden Reifen, über den Curb Räubern, konnte ein Kontakt nochmals verhindert werden. – Dort überhole ich so schnell nicht noch mal.

Unsere Setzzeit und auch die nächsten 2 Rundenzeiten waren ganz ordentlich. Doch nun kam unser drittes Aha-Erlebnis. Was schleift denn da so böse am Radkasten in der Senke Quiddelbach – Kompression Fuchsröhre ebenfalls?!? Auf einmal wird uns bewusst, dass die neue Slicks/Felgenkombination nicht so wirklich in die Radhäuser passt. Shit, was nun? Also, da die ersten Rundenzeiten richtig gut gepasst haben, war ein Aufgeben ja blöde. Hm, alternativ fahren wir einfach an den Stellen, wo das Schleifen besonders gut hörbar ist, einfach langsamer. Gesagt. Getan. Es lagen noch 4 Runden vor uns. Bei den letzten beiden Setzzeiten haben wir die Wartezone gar nicht mehr in Anspruch genommen und sind direkt so durch gefahren.


Die Sprintrunde war eine ganz gemütliche 13:52 Min, in der wir Quiddelbach, Schwedenkreuz, Fuchsröhre, Karussell außen rum, Pflanzgarten I + II deutlich langsamer gefahren sind ohne dabei andere Fahrzeuge zu behindern. So kam auch die Tatsache zustande, dass unsere Auslaufrunde tatsächlich 2 Sekunden schneller war, als unsere Sprintrunde.

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Fazit:
Mit unserem Ergebnis Platz 10 in der Klasse 23 mit 15,4 Strafpunkten, sind wir für unseren 2ten Lauf, sehr zufrieden.
Nun heißt es wieder eine Menge Arbeit bis zum nächsten Lauf am 03.07.04. Die Radhäuser werden ringsum geweitet, damit die Slicks drunter passen, eine leichte Ölundichtigkeit am Verteiler muss behoben werden und zu allem Überfluss hat sich auf der Heimfahrt die Lichtmaschine verabschiedet.
Aber im Juli sind wir wieder am Start, mal gucken, ob es dann auch mehr Fotos von unserem kleinen Fofi mit der Startnummer 266 gibt, als bei diesem Lauf. An dieser Stelle ein Danke an Mike von nurburgring.de für die Fotos.

Einige Fotos gibt es nun HIER.